NFL Draft Profil: Mitch Trubisky

Mitch Trubisky ist wahrscheinlich der Quarterbacks des NFL Drafts, der am schwersten einzuschätzen ist. Während man bei DeShone Kizer und Deshaun Watson in etwa weiß, was sie auf dem nächsten Level abliefern können, stehen hinter dem Spieler aus North Carolina große Fragezeichen. Das liegt allerdings nicht am Talent von Mitch Trubisky, sondern viel mehr an seiner fehlenden Erfahrung und der nur sehr geringen Spielpraxis.

Mitch Trubisky: Mr. Football

Trubisky spielte schon in der High-School in Mentor, Ohio, Quarterback und war dort insgesamt sehr erfolgreich. In seiner Zeit kam er insgesamt auf 9.126 Yards und 92 Touchdowns, weshalb er zum „Mr. Football“ von Ohio gekürt wurde, bevor er sich 2013 für das College in North Carolina entschied.

In seinem ersten Jahr stand er überhaupt nicht auf dem Feld und auch 2014 und 2015 spielte er nur selten. Insgesamt bestritt er in dieser Zeit zwar 18 Spiele, warf aber lediglich 125 Pässe bei elf Touchdowns und vier Interceptions.

Durchbruch in 2016

In seiner letzten Saison im College war erstmal der Starter und zahlte das Vertrauen der Trainer sofort zurück. Er brachte fast 69% seiner Pässe an den Mitspieler, warf in zwölf Spielen für 3.468 Yards und 28 Touchdowns. Dazu lief er für weitere 308 Yards und fünf TDs.

YouTube: Harris Highlights

Schaut man sich die reinen Zahlen an, kann Mitch Trubisky bei weitem nicht so beeindrucken, wie andere Quarterbacks in diesem Jahrgang. Doch warum taucht er bei vielen Scouts ganz oben in den Mock Drafts auf? Und warum wird ihm eine größere Zukunft in der NFL bescheinigt?

Vergleiche mit Carson Wentz

Im letzten Jahr gab es ebenfalls zahlreiche Quarterbacks (Cardale Jones z.B.), die für die besten Teams im College spielten, aber im Draft keine große Beachtung fanden. Carson Wentz hingegen hatte heute vor einem Jahr noch keiner auf dem Schirm und wenige Wochen später war der Quarterback aus North Dakota State auf einmal das größte Talent.

Das lag hauptsächlich daran, dass Wentz, ähnlich wie Trubisky nun auch, im College bereits ein System spielte, das dem in der NFL sehr ähnlich ist. Um das zu verstehen, muss man wissen, dass viele Quarterbacks im College eine sehr einfach Offense führen. Das heißt, sie schauen nach einem einzigen Receiver und warten, bis sie diesem den Ball zu werfen können. Ist der Receiver niemals richtig frei, nehmen sie den Ball in die Hand und laufen.

In der NFL haben die Quarterbacks mehrere „Reads“, das heißt sie gehen einen Receiver nach dem anderen durch und werfen zu dem der frei ist. Der eigene Lauf ist dabei meist die letzte Option, wenn man nicht gerade Superman Cam Newton ist. Am besten sieht man das beispielsweise bei Tom Brady, der wirklich nur dann den Ball unter den Arm nimmt, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt.

Mitch Trubisky scheint das System verinnerlich zu haben und sollte weniger Probleme mit der Umstellung in die NFL haben. Das ist die Denkweise der Scouts, die den Quarterback aus North Carolina ganz oben auf ihrem Draft Board haben. Es wird interessant zu sehen sein, ob das auch die NFL Teams so sehen und Trubisky in den Top 10 auswählen.

Bildquelle: tarheelblog.com

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