Gewinner und Verlierer der NFL Free Agency

Die ersten Tage der NFL Free Agency sind vorbei und eine Vielzahl an Spielern haben bereits ihr Team gewechselt. Noch ist die Transferphase nicht vorbei, doch wir werfen schon heute einen Blick zurück und schauen, wer zu den Gewinnern und wer zu den Verlierern in diesem Jahr gehört.

NFL Free Agency Gewinner

New England Patriots

In der Regel sind die Gewinner der NFL Free Agency meist die Verlierer in der regulären Saison. Ein Blick auf die Jacksonville Jaguars und ihre Offseason im letzten Jahr beweist das. Doch die Patriots dominieren nur wenige Wochen nach dem Gewinn des Super Bowls auch die NFL Free Agency und scheinen noch stärker geworden zu sein.

Zu Beginn wurde schnell klar, dass Tight End Martellus Bennett zu teuer werden würde, sodass man den Veteran nach Green Bay ziehen ließ. Ersetzt wurde er durch Dwayne Allen, den supertalentierten Spieler der Colts, der aufgrund einiger Verletzungen nie wirklich zeigen konnte, was in ihm steckt. Es würde wohl keinen überraschen, wenn er am Ende neben Rob Gronkowski auf 700 Yards und 7 Touchdowns kommen würde wie Bennett es getan hat…

Anschließend sicherten sich die Patriots mit Kony Ealy einen jungen Defensive End, der wohl die erste Zeit noch zum Lernen nutzen wird und nicht direkt spielt. Doch dann kam das, was alle überraschte: Mit Brandin Cooks verpflichtete New England einen der besten Wide Receiver der NFL. Er kam in einem Trade, der den 1st Round Pick zu den Saints schickt, aus New Orleans und ist gleich der beste Receiver der Patriots.

Nun muss man sich das Ganze bildlich vor Augen führen: Die New England Patriots haben mit Tom Brady in der letzten Saison genau EIN EINZIGES Spiel verloren. Eins. Dabei war Gronk die meiste Zeit verletzt. Nun kommt er zurück und mit ihm ein echter 1.000 Yard Receiver in Brandin Cooks. Stand heute scheinen die Patriots unschlagbar. Vielleicht ist sogar eine weitere Saison mit 16-0 möglich.

Dass New England mit Stephon Gilmore einen extrem talentierten Cornerback verpflichten konnte, haben viele Fans schon längst vergessen. Sollte Malcolm Butler weiterhin in Boston bleiben, haben Sie wohl neben der besten Offense auch die beste Defense in der Liga. Lord have mercy…

Carson Wentz

Die Eagles zählten letztes Jahr schon zu den besseren Teams in der NFL, doch die Wide Receiver waren derart katastrophal, dass Wentz sich den Ball wohl am liebsten selbst zugeworfen hätte. Mit der Verpflichtung von Alshon Jeffery sind die Zeiten wohl zu Ende.

Zusammen mit dem Speedster Torrey Smith hat Wentz gleich zwei neue Receiver gefunden, die besser sind als alles, was die Eagles selbst noch zu bieten haben. Wenige Spieler werden sich mehr über die NFL Free Agency in 2017 gefreut haben als der junge Quarterback, der in seiner zweiten Saison einen großen Schritt in der Entwicklung machen könnte.

Jameis Winston

Im Gegensatz zu Wentz hat Winston mit Mike Evans einen echten Superstar als Wide Receiver gehabt. Doch egal wie gut Evans auch ist: wenn es keinen anderen Playmaker gibt, wird er von drei Verteidigern gedeckt und kann wenig ausrichten. Das zeigte sich am Ende der Saison, als Tampa Bay die Playoffplätze verspielte.

Und hier kommt DeSean Jackson ins Spiel. Der beste „Deep Threat“ der NFL kommt auf fast 18 Yards pro Catch und ist ein echter Game Changer, den man kaum kontrollieren kann. Nun müssen gegnerische Teams wählen, ob sie von Evans oder Jackson besiegt werden wollen.

NFL Free Agency Verlierer

Chicago Bears

Die Bears hatten letzte Saison drei Quarterbacks unter Vertrag: Jay Cutler, Brian Hoyer und Matt Barkley. Alle sind nun weg. Stattdessen verpflichtete Chicago mit Mike Glennon einen Spieler, der nie über die Rolle des Backups kam. Natürlich hat er Talent, doch man kann nicht erwarten, dass er gleich den Unterschied ausmachen wird.

Zudem verloren die Bears mit Alshon Jeffery den besten Wide Receiver in der NFL Free Agency, sodass Glennon schon mal ein Ziel weniger hat, wenn er nach Mitspielern sucht.

Brock Osweiler

Letztes Jahr war Brock Osweiler noch der Megastar schlechthin und konnte es sich leisten, ein lukratives Angebot aus Denver abzulehnen. Stattdessen zog es ihn nach Houston, wo er zum schlechtesten Quarterback in der Liga wurde. Er war so katastrophal, dass die Texans ihn und den 2nd Round Pick nach Cleveland schickten, um ihn los zu werden.

Cleveland zahlt ihm das zwar das Gehalt für 12 Millionen US Dollar, doch eigentlich kauften sie sich lediglich den Draft Pick. Es wird wohl nicht mehr lange dauern, bis Osweiler von den Browns gecuttet wird. Von den Browns. Das sagt alles.

Washington Redskins

Mit DeSean Jackson und Pierre Garcon verloren die Redskins gleich ihre beiden besten Wide Receiver zum Start der NFL Free Agency. Inzwischen konnten sie mit Terrelle Pryor zwar einen neuen gewinnen, doch der ehemalige Quarterback ist sicher nicht so gut, um die beiden Stars zu ersetzen.

Dazu entließ man GM Scot McCloughan und steht nun ohne General Manager da. Das größte Problem ist aber Kirk Cousins. Bereits in 2016 konnte man sich auf keinen Vertrag einigen und gab Cousins das Franchise Tag für etwa 20 Millionen US Dollar. Der Quarterback überzeugte auch in der letzten Saison, bekam aber wieder kein langfristiges Angebot. Warum weiß wohl keiner. Cousins selbst am wenigsten. Er hat bereits kundgetan, dass er Washington nun verlassen will.

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