Diskussion beendet: Tom Brady ist der Beste aller Zeiten

New England Patriots at Washington Redskins 08/28/09

Mit dem Sieg am Sonntag über die Atlanta Falcons steigen nicht nur die New England Patriots zur Unsterblichkeit auf, sondern auch der Quarterback Tom Brady. Kein anderer Spieler war so prägend für die Franchise, die 1960 ins Leben gerufen wurde und bis ins Jahr 2000 keinen Titel nach Boston holen konnte.

NFL Draft 2000

Die Patriots wählten in der sechsten Runde und an Position 199 einen Quarterback aus Michigan. Dieser Quarterback war Tom Brady. Nach der Verletzung von Drew Bledsoe musste der Rookie gleich in seinem ersten Jahr spielen und machte seine Sache ausgezeichnet. In den ersten vier Jahren war er sogar unbesiegt in den Playoffs und führte New England zu drei Meisterschaften (2002 verpassten die Patriots die Playoffs).

2007 hätte Brady sich unsterblich machen können, doch nach 18 Siegen aus 18 Spielen verloren die Patriots im Super Bowl gegen die New York Giants. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Debatte, ob Tom Brady einmal der beste Quarterback aller Zeiten werden könnte. Zu groß war die Konkurrenz mit Peyton Manning in der Gegenwart.

Vierter Super Bowl Titel

2014 war es dann nach zehn Jahren Warten endlich so weit: Tom Brady führte die Patriots zum vierten Titel gegen die Seattle Seahawks und stieg damit in eine kurze, aber illustre Liste der besten Quarterbacks in der Super Bowl Ära auf. Außer ihm schafften nur Joe Montana und Terry Bradshaw das Kunststück aus vier Titeln. Beide verloren allerdings nicht ein einziges Endspiel, während Bradys Rekord bei 4-2 stand.

Mit sechs Teilnahmen am Super Bowl setzte er allerdings bereits einen alleinigen Rekord, den er nun noch weiter ausbaute. Mit sieben Endspielen ist er mit Abstand der erfolgreichste Quarterback aller Zeiten:

Starts Spieler Rekord
7 Tom Brady 5–2
5 John Elway 2–3
4 Terry Bradshaw 4–0
Joe Montana 4–0
Roger Staubach 2–2
Peyton Manning 2–2
Jim Kelly 0–4
3 Troy Aikman 3–0
Bob Griese 2–1
Ben Roethlisberger 2–1
Kurt Warner 1–2
Fran Tarkenton 0–3
2 Bart Starr 2–0
Jim Plunkett 2–0
Eli Manning 2–0
Len Dawson 1–1
Joe Theismann 1–1
Brett Favre 1–1
Russell Wilson 1–1
Craig Morton 0–2

 

Tom Brady erreicht Unsterblichkeit

Kritiker sahen lange Zeit die beiden Niederlagen gegen die New York Giants als Argument, dass Tom Brady niemals besser sein könnte als Joe Montana, sein Jugendidol. Es brauchte wohl eine weitere Trophäe, um die Diskussion ein für alle Mal zu beenden. Und Tom Brady lieferte genau das. Mit dem Sieg über die Atlanta Falcons am Sonntag erreichte Brady seinen fünften Sieg und setzte sich damit an die Spitze der Rangliste:

Siege Spieler
5 Tom Brady
4 Terry Bradshaw
Joe Montana
3 Troy Aikman
2 Bart Starr
Bob Griese
Roger Staubach
Jim Plunkett
John Elway
Ben Roethlisberger
Eli Manning
Peyton Manning

 

Außer Brady konnte nur ein einziger weiterer Spieler bislang fünf Super Bowl Ringe gewinnen: Charles Haley. Der Linebacker gewann zwei Titel mit San Francisco und drei weitere mit Dallas.

Statistisch in den Playoffs überlegen

Ein Kritikpunkt an Tom Brady war zudem, dass Peyton Manning oder Drew Brees in den gleichen Zeiträumen bessere Statistiken produzierten. Man kann durchaus geteilter Meinung sein, wie wichtig nackte Zahlen sind, doch wir werfen dennoch einen Blick auf die Werte aus den NFL Playoffs.

Meiste Yards in den NFL Playoffs

Rang Spielder Yards
1 Tom Brady 9,094
2 Peyton Manning 7,339
3 Brett Favre 5,855
4 Joe Montana 5,772
5 John Elway 4,964

 

Meiste Touchdowns in den NFL Playoffs

Rang Spieler TDs
1 Tom Brady 63
2 Joe Montana 45
3 Brett Favre 44
4 Peyton Manning 40
5 Aaron Rodgers 36

 

Meiste Siege in den NFL Playoffs

Rang Spieler Siege
1 Tom Brady 25
2 Joe Montana 16
3 Terry Bradshaw 14
4 John Elway 14
5 Peyton Manning 14

 

Der Abstand von Tom Brady zu den jeweiligen Zweitplatzierten in den drei Ranglisten ist nicht eben klein. Schaut man sich die Listen jeweils genauer an, sieht man außerdem, dass lediglich Aaron Rodgers noch aktiv ist und einige Jahre in der NFL spielen wird. Selbst wenn Brady lediglich noch 1-2 Saisons weiterspielt, wird er seine Rekorde also ausbauen können.

In der regulären Saison mit Nachholbedarf

In den 16 Spielen vor den Playoffs ist Brady übrigens nicht oft auf Platz 1 zu finden. Schauen wir uns die gleichen drei Kategorien einmal genauer an:

Meiste Yards in der regulären Saison

Rang Spieler Yards
1 Peyton Manning 71,940
2 Brett Favre 71,838
3 Drew Brees 66,111
4 Tom Brady 61,582
5 Dan Marino 61,361

 

Meiste Touchdowns in der regulären Saison

Rang Spieler TD
1 Peyton Manning 539
2 Brett Favre 508
3 Drew Brees 465
4 Tom Brady 456
5 Dan Marino 420

 

Meiste Siege in der regulären Saison

Rang Spieler Siege
1 Peyton Manning 186
2 Brett Favre 186
3 Tom Brady 183
4 John Elway 148
5 Dan Marino 147

 

Zumindest in der letzten Kategorie wird Brady im nächsten Jahr auf Platz 1 kommen. Die anderen Statistiken werden von Peyton Manning und Brett Favre dominiert. Die beiden haben zusammen drei Super Bowl Titel und damit zwei weniger als Brady alleine. Sein größter Konkurrent für den Titel als bester Quarterback aller Zeiten, Joe Montana, ist in jeder der acht vorgestellten Ranglisten hinter Tom Brady.

Die Diskussion ist beendet:

Tom Brady ist der beste Quarterback aller Zeiten!

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